Donnerstag, 5. August 2010

Was ist eine Ölpest?

Eine Ölpest ist die Verschmutzung von Uferregionen, vor allem Meeresküsten, samt der dortigen Flora und Fauna durch Rohöl oder Ölrückstände, die in Fladen oder großen Feldern auf dem Wasser schwimmen. Das ausgelaufene Öl beeinträchtigt den Gasaustausch sowie andere Lebensfunktionen des Biotops Wasser erheblich. Innerhalb von 2 Wochen verfliegen die leichteren Bestandteile des Öls. Die schwer flüchtigen Komponenten verbinden sich mit dem Meerwasser zu einer zähen, brauenen Brühe, die nach einigen Wochen entweder auf dem Meeresgrund absinkt, als Teerklumpen an die Strände treibt, oder sich in den großen Wirbelströmungen sammelt. Die augenfälligtse Folge ist das massenhafte Verenden von Wasservöglen durch Verkleben des Gefieders. Auf dem freien Meer schwimmende Ölfelder werden erst in einigen Wochen oder Monaten durch Bakterien und Hefepilzen abgebaut. Chemische Verfahren sind sehr umstritten, da dadurch die Organismen des Meeresbodens vergiftet werden können. Daher bekämpft man die Ölpest durch Eingrenzen und Abschöpfen der Ölschicht.

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